Interaction_14::: «Das Brot, das frass das Militär?»


_Fotoaktion mit Fotoprojektion
_Porträts und Statements des Publikums
_Heiligenschein der Friedensfrage


«Das Brot, das frass das Militär?» ist eine Fotoaktion, die sich der Frage stellt, ob Entscheidungstragende bei der künftigen Durchsetzung politischer, wirtschaftlicher und militärischer Ziele an der Friedensbewegung vorbeischauen können. Denn mit der Globalisierung der wirtschaftlichen Prozesse geht auch die Globalisierung der kritischen Stimmen einher.

Sich gegen bewaffnete kriegerische Auseinandersetzungen zu stellen ist eine humanistische Grundpflicht. Neben den offensichtlichen Konflikten gibt es aber unzählige kaum wahrgenommene Konflikte – zum Beispiel soziales Dumping in so genannten Billiglohnländern – von denen die westliche Kultur still profitiert. Die wirtschaftlichen Strukturen sind mittlerweile so verwoben, dass solche Prozesse auch unwillentlich gefördert werden.

In der Auffassung, dass es eine anspruchsvolle Herausforderung ist, nicht einfach nur die «Anderen» als Kriegstreiber anzuprangern und sich bloss in Worten gegen den Krieg auszusprechen, sondern sich aktiv im täglichen Konsumverhalten für den Frieden zu engagieren, lud Interpixel das Publikum ein, sich im «Heiligenschein der Verantwortung» fotografisch porträtieren zu lassen und selbstkritische Einwortstatements zu sich und zur Friedensbewegung abzugeben. Die Porträts mit zugehörigen Statements wurden unmittelbar im Ausstellungsraum projiziert.


Station_21, Raum für junge Kunst, Zürich, 2003

Assistenz: Nadja Tempest, Florian Kalotay