interaction_20::: «mehr kunst – mehr leben»


_aktion im öffentlichen raum
_spaziergang mit kunstpelzhunden

interpixel führt kunsttierart als modeaccessoir ein

für die aktion «mehr kunst – mehr leben» hat interpixel ein dutzend kunstpelzhunde gezüchtet und diese zusammen mit passanten in zürich und winterthur während der rushhour spazieren geführt. diese furchtlosen weissen, schwarzen und getigerten viecher haben keinen kopf, dafür einen langen hals, der direkt in die leine übergeht.

keine deklarationsplicht
sollte früher ein pelz als kleidungsstück vor allem warm geben, so ist pelz heute ein modisches accessoire an jacken, schuhen und handtaschen. biber, eisfuchs, hauskatze: alles lässt sich zu mode verarbeiten. nur: die meisten konsumentinnen und konsumenten wissen nicht, dass ihre handtasche eine hauskatze ist und aus käfighaltung stammt. denn die verarbeiteten tiere sind nicht als katze oder hund oder eisfuchs gekennzeichnet, sondern tragen phantasienamen wie «chinawolf» oder «kou pi». für pelz gibt es keine verpflichtende deklaration.

die kunstpelzhunde von interpixel fressen nichts
der trend also ist: pelz wird nicht mehr am körper getragen, sondern am kragen oder an der handtasche. interpixel hat mit den kunstpelzhunden ein accessoire geschaffen, das noch weiter vom körper entfernt «getragen» wird und das weich und billig ist und nichts frisst.

eine kunstaktion für den zürcher tierschutz

kuratiert von message salon (esther eppstein)
zürich und winterthur, 2003

assistenz: maja hürst